Der November hat begonnen, eigentlich wäre es jetzt Zeit, die Hellabrunn-Fotos aus dem Oktober zu zeigen. Nunja, ich bin da gerade leider etwas hinterher, aber zumindest gibt es jetzt schonmal die Fotos aus dem September. Und sehen wir es mal so, nachdem man jetzt auf unbestimmte Zeit sowieso keine Zoobesuche mehr machen kann (weil das Ansteckungsrisiko im Freien und bei all dem Platz ja so hoch ist), kann ich mir mit den Bildern aus dem Oktober wenigstens Zeit lassen.
Neues aus Hellabrunn
Viele Neuigkeiten gibt es seit dem letzten Mal eigentlich nicht, außer eben der Tatsache, dass Hellabrunn wie die meisten anderen Zoos Deutschlands ab 02. November schon zum zweiten Mal dieses Jahr auf unbestimmte Zeit schließen muss, was erneut zu großen finanziellen Schwierigkeiten führen wird. Und dabei werden die Zoos wahrscheinlich noch relativ glimpflich davonkommen, da sie immerhin Rettungsgelder bekommen, zumindest war das in München so. In anderen Branchen und gerade bei kleineren Betrieben sieht das vermutlich nochmal ganz anders aus. Aber gut, das hier soll ja kein politischer Blog sein…
Zwei neue Eisbärinnen für Hellabrunn
Eine sehr gute Nachricht gab es Anfang Oktober dann doch – zwei neue Eisbärenweibchen sind in der Polarwelt eingezogen. Nanook (aus Gelsenkirchen, um die drei Jahre alt) und Nanuq (geboren in Mulhouse, fast vier Jahre alt). Der Name der beiden bedeutet übrigens so viel wie „Eisbär“, nur in zwei verschiedenen Schreibweisen, weswegen er in Zoos auch recht beliebt ist und häufig vorkommt. Um Verwechslungen zu vermeiden, wird Nanuq aus Frankreich in Hellabrunn in Zukunft Nuna genannt werden.
Die Vergesellschaftung der beiden Jungbären funktionierte wohl sehr schnell und problemlos – inzwischen wurden die Zwei sogar schon mit Hellabrunns etwas älterer Eisbärin Giovanna (14 Jahre, Mutter von Nela und Nobby (2013) und Quintana (2016)) zusammengebracht. In Zukunft werden die drei eine Mädels-WG bilden, denn in den letzten Jahren sind in Zoos sehr viele Eisbären-Jungtiere zur Welt gekommen, weswegen es auch wichtig ist, mit solchen eingeschlechtlichen Gruppen Platz für Jungbären zu schaffen, die zu alt sind, um bei ihren Müttern zu bleiben, aber auch noch nicht züchten können und sollen.
Nanook und Nuna scheinen sich inzwischen schon sehr gut in Hellabrunn eingelebt zu haben, und sie verstehen sich untereinander offensichtlich hervorragend. Wie der Umgang zwischen Giovanna und den beiden Mädels ist, konnte ich persönlich noch nicht so genau beobachten (vor allem, da Giovanna bei meinen letzten Besuchen nie wach war), aber die Tatsache, dass Giovanna seelenruhig geschlafen hat, während Nanook und Nuna nur Meter entfernt lagen, deutet schon mal darauf hin, dass das Zusammenleben klappt.
Es macht jedenfalls sehr viel Spaß, die zwei / drei zu beobachten. Einfach nur schön!
Damit man sich das ganze besser vorstellen kann, hier mal noch drei aktuelle Fotos aus der Eisbärenanlage. Die sind zwar nicht aus dem September, um den es ja eigentlich gehen soll, aber egal… 😉
So viel also schon mal zu den Eisbären, ich denke, von den dreien wird es hier in Zukunft noch das ein oder andere Bild zu sehen geben (sollten die Zoos irgendwann mal wieder öffnen). Jetzt aber endlich zu den Fotos aus dem September, ohne große Worte.
Tierpark Hellabrunn, 03.09.2020
Tierpark Hellabrunn, 06.09.2020
Tierpark Hellabrunn, 07.09.2020
Das waren die September-Fotos aus Hellabrunn, ich hoffe, sie haben dem ein oder anderen gefallen…