Kaum eine andere Stadt stand in den letzten Jahren so weit oben auf der Liste meiner Wunschreiseziele wie Matera. Im Februar 2026 habe ich mir diesen langjährigen Traum im Rahmen einer Apulien-Rundreise endlich erfüllen können, und nun da ich dort war, zieht es mich fast noch mehr zurück in diese bizarre Höhlenstadt in der Basilikata. In diesem Artikel möchte ich meine Eindrücke aus Matera beschreiben, und außerdem einige meiner Lieblingsfotos von dort zeigen.
Wer früh am Morgen durch die Sassi di Matera spaziert, wird begleitet von einer Symphonie der miauenden Katzen, zwitschernden Spatzen und flügelschlagenden Tauben. Als die Sonne sich über den Horizont schiebt und die ersten Strahlen die Stadt aufleuchten lassen, stehe ich auf einer der zahlreichen Treppen der Stadt, und mein Blick gleitet von den ockerfarbenen Häusern, die sich am Hang entlang stapeln, hinüber zu der gewaltigen Schlucht, die sich am Rande der Altstadt entlangwindet und in der Ferne verschwindet. Es ist ein atemberaubender Anblick, und es lässt sich nur schwer in Worten oder Bildern festhalten, wie beeindruckend die Sassi – die historischen Altstadtviertel von Matera mit ihren berühmten Höhlenwohnungen und Felsenkirchen – tatsächlich sind. Unglücklicherweise habe ich mir genau das in diesem Blogbeitrag zur Aufgabe gemacht…
Wie bereits erwähnt habe ich Matera im Rahmen einer Apulien-Rundreise besucht, obwohl die Stadt eigentlich bereits in der Nachbarregion Basilikata liegt. Ein klein wenig tut es mir Leid, das Klischee des Apulienreisenden erfüllt zu haben, der Matera wie selbstverständlich in eine Rundreise durch Apulien miteinbaut, und den Rest der Basilikata dabei völlig ignoriert. Doch Matera auszulassen ist auf keinen Fall eine Option, und ich muss zugeben, dass ich es auch beim nächsten Mal wieder genauso machen würde. Zu meiner Verteidigung muss gesagt werden, dass das Bahnnetz in der Basilikata leider noch ein gutes Stück schlechter zu sein scheint als in Apulien, weswegen andere Orte in dieser Region ohne Auto einfach nicht in Frage kommen.
Zu den weiteren Stationen meiner Rundreise wird es hier auf dem Blog demnächst noch einen zweiten Artikel geben, doch in diesem Beitrag möchte ich mich erstmal nur auf Matera fokussieren.
Anreise mit der Bahn
Man muss schon über eine gewisse masochistische Veranlagung verfügen, um Apulien oder gar die Basilikata freiwillig mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu bereisen. Während ich das Bahnfahren im Norden Italiens auf diesem Blog schon mehrmals als einfach, unkompliziert und schnell beschrieben habe, ist der Zustand des Bahnnetzes im Süden leider objektiv schlecht. Mit guter Vorausplanung kommt man in Apulien aber trotzdem einigermaßen klar, und einen großen Vorteil hat das Reisen mit dem Zug gegenüber einem Mietwagen dort definitiv: Es ist unschlagbar günstig.
Vor der Anreise mit dem Zug nach Matera hatte ich im Voraus allerdings ziemlich viel Respekt. Die Strecke wird nicht von Trenitalia, sondern von den Ferrovie Appulo Lucane (FAL) betrieben, was bedeutet, dass weder das Ticketsystem, noch Abfahrtszeiten oder sogar Bahnhöfe in den Rest des Netzes integriert sind. Für eine Weile war ich mir noch nicht einmal sicher, ob sich die Strecke überhaupt noch in Betrieb befindet, doch inzwischen kann ich bestätigen, dass die Züge dort tatsächlich existieren.
Ich kam am Morgen des Anreisetags aus Polignano a Mare, was glücklicherweise am Hauptkorridor des apulischen Bahnnetzes liegt, so dass man von dort in nur wenigen Minuten in Bari ist. Wer nach Matera will, muss dort zwangsläufig umsteigen. In der Praxis bedeutet das, dass man den von Trenitalia betriebenen Bahnhof verlassen muss, denn die FAL betreiben ihren eigenen Bahnhof direkt nebenan. (Damit sind sie übrigens noch nicht einmal alleine, denn es gibt mehrere Privatbahnen, die in Bari Centrale ihren mehr oder weniger abgetrennten eigenen Bahnhof betreiben – noch Fragen, warum Zugreisen in Apulien vergleichsweise kompliziert sind?)
Nachdem ich in Bari einen achtminütigen Umstieg inklusive Ticketkauf auf wundersame Weise und entgegen meiner Erwartungen geschafft habe, war ich dann aber doch deutlich schneller als gedacht auf dem Weg nach Matera. Allzu zügig ging es allerdings nicht voran, denn die Dieseltriebzüge der FAL fuhren gefühlt nie schneller als fünfzig. Dafür blieb mehr Zeit, um die etwas schroffe, aber durchaus sehr schöne Landschaft zu genießen. Weitläufige Olivenbaumplantagen säumten die Strecke, und je näher wir der Grenze zur Basilikata kamen, desto hügeliger und schöner wurde die Gegend. Rund um Matera sah es dann fast ein wenig aus wie in der Toskana – vielleicht muss ich der Basilikata irgendwann doch mal einen ausführlicheren Besuch abseits von Matera abstatten.
Noch ein paar Worte zu Matera Centrale: Warum ist dieser Bahnhof so seltsam überdimensioniert? Das Bahnhofsgebäude ist sehr modern und ziemlich groß, und die Züge fahren unterirdisch ab. Insgesamt sehr beeindruckend, bis man herausfindet, dass es dort nur ein einziges kurzes Gleis gibt, von dem vielleicht zwei Züge pro Stunde fahren (bis 2018 scheint der Bahnhof wohl ein zweites Gleis gehabt zu haben, doch im Rahmen von Renovierungsarbeiten wurde dieses wohl entfernt). Aber ich möchte mich ja gar nicht zu sehr beschweren, wenigstens zeigt es, dass dort überhaupt noch Geld in die Bahn investiert wird.
Meine Eindrücke aus Matera
Die ersten beiden Notizen, die ich mir zu Matera machte, waren „Geisterstadt“ und „surrealer Anblick“. Und das beschreibt es vermutlich ganz gut. Interessanterweise war mein erster Eindruck von Matera eher der einer kalten, abweisenden Stadt. Vielleicht lag es daran, dass ich am Tag zuvor plötzlich krank geworden war, und Halsweh, Fieber und Gliederschmerzen zu diesem Zeitpunkt ihren Höhepunkt hatten. Oder es war das Wetter, denn in Matera war es tatsächlich ein gutes Stück kühler als zuvor am Meer in Apulien. Zudem schien die Sonne an diesem Nachmittag nicht, und die Sassi wirkten dadurch seltsam grau und farblos. Objektiv war der Anblick der Sassi zwar trotzdem extrem beeindruckend, doch an diesem Abend ging ich unerwarteterweise etwas enttäuscht zurück in mein Hotel. All die Vorfreude, nur um mich irgendwie unwohl zu fühlen in der Stadt, von der ich so lange geträumt hatte.
Im Nachhinein lag es definitiv daran, dass ich krank war. Denn als der nächste Morgen kam, ich mich etwas erholt hatte und die Morgensonne Matera endlich zum Strahlen brachte, war ich plötzlich wie frisch verliebt in diese außergewöhnliche Stadt. Ich war sehr überwältigt vom Ausmaß der Sassi – sie sind wirklich sehr weitläufig, viel größer, als ich das vorher gedacht hätte. Es gibt unzählige verwinkelte Gassen, und durch die Lage am Hang überall Treppen, enorme Höhenunterschiede und immer wieder diese atemberaubenden Ausblicke über die Stadt und die angrenzende Schlucht an jeder Ecke. Kurz: Ein riesiges, dreidimensionales Labyrinth.
Also die perfekte Stadt, um krank durch die Gegend zu spazieren. Die Sassi bestehen quasi ausschließlich aus Stufen, wo soll man sich denn dort bei einem Spaziergang überanstrengen? In sehr gemächlichem Tempo und mit vielen Fotopausen ging es also voran, um die Stadt trotz Krankheit erkunden zu können. Hinzu kam, dass ich mich bisher in fast keiner anderen Stadt so schwergetan habe, zu navigieren. Google Maps war keine große Hilfe, und auf seinen Richtungssinn darf man sich aufgrund der verwinkelten Wegführung nicht verlassen. Nichts ist so frustrierend, wie sehr viele Treppen nach oben oder unten zu steigen, nur um dann zu merken, dass es die falsche Richtung, die falsche Abzweigung oder eine Sackgasse war.
Ein kleiner Junge brachte es etwas später am Tag auf den Punkt, als er beim Abstieg durch die Sassi alle drei Sekunden „Attenzione, c’è un altro scalino“ rief und jeden darauffolgenden Aufprall mit einem lautmalerischen „Ouh!“ verdeutlichte. Später fing er zusammen mit seiner Schwester an, Stufen zu zählen – bei 40 verschwanden sie schließlich außer Hörweite. Matera ist keine Stadt für Personen mit Knieproblemen…
All das trägt dazu bei, dass es mir unmöglich erscheint, in Matera auch nur annähernd „alles“ zu sehen. Es gibt einfach viel zu viele Abzweigungen, versteckte Details und Verwinkelungen in den Sassi. Und selbst wenn viele Wege in Luftlinie nicht weit sein mögen, können selbst 20 oder 30 Meter Distanz mehrere Minuten in Anspruch nehmen.
Die gute Nachricht ist, dass es in Matera nicht so schnell langweilig wird. Wenn man versuchen würde, die perfekte Touristenattraktion zu bauen, würde vermutlich so etwas wie Matera dabei herauskommen. Und apropos Touristen, von all den Orten, die ich auf dieser Reise besucht habe, waren in Matera mit Abstand die meisten Touristen unterwegs. Insgesamt waren das natürlich immer noch ziemlich wenige, es war schließlich Februar, aber der Unterschied zu Lecce, Monopoli und selbst Alberobello war trotzdem deutlich.
Bedenkt man die Geschichte von Matera, hatte ich das Gefühl, dass die Sassi durch den Tourismus heute fast ein wenig zu sehr romantisiert werden. Andererseits passiert so etwas vermutlich immer, wenn viele Touristen an einen Ort strömen, der aus einer anderen Zeit stammt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich hierzu eine Meinung habe oder brauche, aber es ist zumindest ein Gedanke, der mir vor Ort einige Male gekommen ist.
Eine weitere Frage, die ich mir gestellt habe ist, wie viele Menschen heutzutage noch dauerhaft in den Sassi wohnen. Wirklich viel habe ich dazu nicht gefunden, aber es scheinen zumindest einige hundert bis wenige tausend Menschen in restaurierten Wohnungen zu leben. Es würde mich aber auch nicht wundern, wenn der Großteil der Sassi heutzutage leersteht oder für touristische Zwecke genutzt wird. Die Altstadt von Matera hat auf mich einen eher verlassenen, leblosen Eindruck gemacht, ganz anders als andere italienische Städte, die ich bisher besucht habe. Zumindest sind mir nie explizt „einheimisch“ wirkende Personen in den Sassi aufgefallen (das kann natürlich täuschen), und es gab auch so gut wie keine Bars oder ähnliche von Einheimischen frequentierte Institutionen, die man sonst im Zentrum jeder italienischen Stadt finden würde. Die Restaurants und Einkehrmöglichkeiten, die ich gesehen habe, schienen alle größtenteils auf Touristen ausgerichtet zu sein.
Nach zwei Tagen in Matera war mein Eindruck jedenfalls, dass in den Sassi mehr Katzen als Menschen leben müssen. Denn ach du liebes bisschen, die Katzen. Überall, an jeder Ecke, waren Katzen unterwegs. Ich habe ja bereits erwähnt, dass Miauen am Morgen allgegenwertig ist, und so überrascht es auch kaum, wie viele Katzen man dort sieht. Es waren dutzende, und sie waren überall. Auf den Dächern, in den Gassen, in Wohnungen. Immer wieder habe ich aus den Augenwinkeln eine Bewegung wahrgenommen und dann festgestellt, dass es eine weitere Katze war, die hinter mir die Treppen hinaufhuschte oder ein paar Häuser weiter in schwindelerregender Höhe ein Dach bestieg. Ich kann es verstehen, denn wenn ich Katze wäre, würde ich auch dort leben wollen – es muss dem Paradies nahekommen.
Ich weiß, an diesem Punkt habe ich bereits viel zu viel geschrieben, ohne ein einziges Mal den eigentlichen Verpflichtungen eines seriösen Reiseblogs nachzukommen. Und da es sich hierbei ja ohne Zweifel um einen solchen handelt, hier ein paar konkrete Dinge, die man in Matera sehen kann:
Mir persönlich hat der Sasso Caveoso besonders gut gefallen. Die Gegend rund um die Felsenkirchen (italienisch Chiese rupestri, hier eine Liste auf Wikipedia) Santa Maria di Idris und San Giovanni in Monterrone sowie den Rione Malve war mein Lieblingsort in der Stadt.
Auch der nahegelegene Rione Casalnuovo war ohne Zweifel ein Highlight. Wenn ich es richtig verstanden habe, befinden sich dort die ältesten Behausungen der Stadt – sehr beeindruckend. Und auch die Ausblicke über die Stadt von dort sind ziemlich sehenswert.
Trotz all der Höhlenwohnungen ist das Beeindruckendste an Matera vielleicht die riesige Schlucht (Gravine di Matera), die sich am Rande der Sassi erstreckt. Sie ist an manchen Stellen über 100 Meter tief, und landschaftlich wunderschön. Tief unter einem rauscht der Fluss vorbei, während man versucht, die Dimensionen zu begreifen. Mir fallen nicht viele Städte ein, in denen man einen solchen Anblick genießen kann. Von Matera aus besteht zudem die Möglichkeit, durch die Schlucht hindurch zur Anhöhe (dem Belvedere Murgia Timone) auf der anderen Seite zu wandern, wo man viele Höhlen und hübsche Aussichten zurück auf die Stadt vorfindet. Leider habe ich die Wanderung nicht machen können – zeitlich wäre es mit nur einem ganzen Tag in der Stadt sowieso schon knapp gewesen, und aufgrund meiner Erkältung kam die Tour dann sowieso nicht mehr in Frage. Ich bin mir aber sicher, dass es ein wunderbares Erlebnis ist, und hoffe sehr, dass ich es beim nächsten Mal nachholen kann.
Ein weiteres persönliches Highlight war Brot. Ja ich weiß, das klingt wie ein deutsches Klischee, aber als Person mit normalerweise ambivalentem Verhältnis zu Brot möchte ich das genauer erläutern. Pane di Matera heißt die Brotspezialität der Stadt, und da es wirklich sehr verlockend aussah (ich liebe knusprige Krusten), habe ich einen kleinen, aber immer noch viel zu großen Laib gekauft. Diesen habe ich dann im Laufe der nächsten Tage pur und ungeschnitten gegessen, bis ich irgendwann kein Brot mehr sehen konnte. Aber ehrlich, es war ein wirklich gutes, knusprig-fluffiges Brot, und ich bereue die Tat in keinster Weise. Vier von fünf Sternen, ich würde es weiterempfehlen.
Fotografieren in Matera
Matera ist ohne Zweifel ein Traum für Fotografen. Allerdings muss ich auch zugeben, dass es schwer war, die Stadt auf Bildern so festzuhalten, wie sie in echt wirkt. Vor allem die gewaltigen Dimensionen der Sassi und der angrenzenden Schlucht lassen sich auf Fotos leider nur begrenzt darstellen.
Hinzu kam die gewaltige Flut an Motiven. An sich ist das ja eine großartige Sache, aber da ich fast mit jedem neuen Schritt in jede Richtung neue Details und Blickwinkel entdeckte, hatte ich zwischenzeitlich das Gefühl, nicht mehr hinterherzukommen. Das war etwas erschöpfend, und auch hinterher hat das Sortieren von tausenden tollen aber insgesamt sehr ähnlichen Bildern eine Menge Zeit beansprucht. Natürlich bin ich der Meinung, dass sich die Mühen auf jeden Fall gelohnt haben, denn ich bin sehr zufrieden mit meiner Ausbeute. Nur einfach war es eben nicht.
Und hier noch ein Tipp für Fotografen, die selbst nach Matera reisen möchten: Ich hätte mir vor Ort immer wieder ein Teleobjektiv gewünscht, um weiter entfernte Details isolieren und hervorheben zu können. Aufgrund der konstanten Ausblicke über die Stadt und die Landschaft kamen solche Situationen wesentlich häufiger vor, als ich das im Voraus erwartet hätte, und beim nächsten Mal würde ich mein Tele wahrscheinlich mitnehmen. Das ist dann zwar noch mehr Gewicht, dass man all die Treppen rauf- und runterschleppen muss, aber ich glaube, dass es sich lohnt.
Fotos
Als nächstes möchte ich meine Lieblingsfotos aus Matera zeigen. Die Auswahl ist mir wie gesagt ziemlich schwer gefallen. Die Bilder sind in zufälliger Reihenfolge angeordnet.


















































Fazit
Matera ist großartig, und trotz Krankheit habe ich meine Zeit dort am Ende sehr genossen. Ich möchte irgendwann auf jeden Fall nochmal in diese Stadt reisen, und dann vielleicht einen Tag länger bleiben. Zwei Nächte waren okay, aber drei Nächte wären definitiv kein Luxus gewesen. Matera ist eine Stadt, die Zeit und Ruhe braucht, alleine schon aufgrund der körperlichen Anstrengungen bei der Besichtigung. Es gibt vieles zu sehen, und auch wenn ich flächenmäßig die meisten Bereiche der Sassi besucht habe, habe ich ziemlich sicher nur an der Oberfläche gekratzt. Beim nächsten Mal möchte ich dann auch unbedingt die Wanderung durch die Schlucht nachholen. Am Abreisetag war mein Gedanke jedenfalls, dass ich gerne noch länger geblieben wäre, da ich noch nicht alles gesehen habe, was ich sehen wollte. Der Drang, auf dem Rückweg zum Bahnhof nochmal in irgendwelche interessanten Gassen abzubiegen, war sehr groß, doch dafür war irgendwann einfach keine Zeit mehr.
Ich hatte etwas Zweifel, ob Februar eine gute Reisezeit für Apulien und Matera sein würde, am Ende habe ich mich aufgrund der verlockend günstigen Hotelpreise und aus organisatorischen Gründen aber trotzdem dafür entschieden. Und ganz ehrlich, es war alles in allem eine großartige Idee, und ich würde es jederzeit wieder so planen. Natürlich ist der Februar auch in Süditalien nicht warm, aber es war auch nicht winterlich kalt. Vor allem in Apulien am Meer waren die Temperaturen sehr angenehm – ich war zwar in Winterjacke unterwegs, habe aber nie wirklich gefroren. In Matera war es aufgrund der Lage zwar etwas kühler, aber immer noch sehr aushaltbar. Kein Vergleich zu den kalten Januartagen, die ich ein Jahr zuvor in Venedig erlebt habe. Vielleicht hatte ich einfach sehr viel Glück mit dem Wetter – bis auf wenige Tage schien fast immer die Sonne – aber ich würde basierend auf meinen Erfahrungen niemandem davon abraten, im Februar nach Apulien und Matera zu fahren.
Fazit: Matera sollte man auf jeden Fall einmal gesehen haben! Ich weiß nicht, ob diese Stadt jedem gefallen wird, denn sie ist doch etwas eigenartig und hat einen ganz speziellen Charakter, aber meiner Meinung nach ist Matera so beeindruckend, so überwältigend und so besonders, dass man den Ort auf jeden Fall einmal in echt sehen muss, denn Bilder bringen die wahren Dimensionen kaum herüber. Die Einzigartigkeit der Sassi ist in meinen Augen durchaus vergleichbar mit Orten wie Venedig oder Oia auf Santorin. Wem sich die Gelegenheit bietet – etwa im Rahmen einer Apulienreise – der sollte trotz allem das Klischee erfüllen und einen Besuch in Matera fest mit einplanen. Es lohnt sich!
Das war es vorerst zu Matera, demnächst wird es hier auf dem Blog aber noch einen weiteren Artikel zu meiner Apulien-Rundreise geben. In diesem möchte ich dann auch Lecce, Monopoli, Polignano a Mare, Alberobello und Bari genauer vorstellen und einige Fotos von dort zeigen. Bis dahin findet ihr unter folgendem Link andere Artikel zu Zielen in Italien:
In meiner Galerie gibt es eine Auswahl meiner liebsten Reisefotos:
In diesem Artikel stelle ich fünf einfache aber wirkungsvolle Tipps für die Reisefotografie vor:

