Malta Ostern 2018 Teil 2 – Gozo

Tag 6 (03.04.2018): St. Johns Co Cathedral und Überfahrt nach Gozo

Am nächsten Morgen hieß es dann Abschied nehmen von Sliema und Malta denn es ging für weitere fünf Nächte in ein Ferienhaus auf der Nachbarinsel Gozo. Bevor wir aber zur Fähre fahren konnten hatten wir noch eine Kleinigkeit zu erledigen…

Nachdem wir es bei zwei Versuchen jeweils nicht geschafft hatten, in die St. Johns Co Cathedral in Valletta reinzukommen, mussten wir dort einfach nochmal hin. Denn ohne einen Besuch in dieser Kirche konnten wir Malta einfach nicht hinter uns lassen.

Und so sind wir zum dritten Mal in diesem Urlaub nach Valletta gefahren. Diesmal ging es aber ohne Umwege sofort zur St. Johns Kirche und nach ein paar Minuten anstehen waren wir drinnen. Der Eintritt ist allerdings nicht ganz billig, trotzdem lohnt es sich, da der Besuch in der Kirche schon sehr beeindruckend ist. Sie war früher die Hauptkirche der Maltäser-Ritter und entsprechend prunkvoll sieht sie auch aus. Nehmt am besten eure Sonnenbrille mit, wenn ihr die Kirche besichtigt… 😉

Nachdem dies auch erledigt war, konnten wir schließlich guten Gewissen auf die Fähre steigen (bzw. fahren). Die Überfahrt dauert nicht lange und ist recht unkompliziert. Man sollte aber den Fahrtweg von Sliema bis in den Norden der Insel nicht unterschätzen, denn diese Strecke zieht sich doch sehr stark. Vor allem, wenn man von Gozo kommt und auf dem Weg zum Flughafen ist, sollte man hier also einen kleinen Puffer einplanen und früh genug losfahren.

Fähre nach Gozo Malta
Auf dem Weg nach Gozo

Während der Überfahrt kommt man auch an Comino vorbei, die kleinste der drei Inseln.

Danach brauchten wir einfach ein bisschen Ruhe und so verbrachten wir den restlichen Nachmittag in unserer neuen Unterkunft. Da es hier aber neben einem kleinen Pool (zum Baden war es aber eigentlich noch viel zu kalt, wie ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann 😉 ) auch eine wunderbare Dachterasse mit großartigem Rundumblick gab, war das nicht weiter schlimm. Insgesamt war das Haus einfach toll – die Schlafzimmer lagen im Erdgeschoss zwischen sehr dicken und alten Steinmauern, um nach oben ins Wohnzimmer zu kommen musste man vorher durch einen kleinen Innenhof gehen und eine Freitreppe nach oben nehmen. Dort konnte man dann entweder ins Haus gehen oder noch ein Stock höher auf die Dachterasse. Ich weiß, dass das schwer zu beschreiben ist, aber glaubt mir einfach: es war toll. Nur Abends war das alles ein wenig von Nachteil und leider war es in den Schlafzimmern um diese Jahreszeit noch sehr kühl, da es auch keine richtige Heizung gab. Aber im Sommer ist dieses Haus sicherlich ein Traum!

Was mir auf Gozo gleich auffiel war diese wunderbare Ruhe. Kein Vergleich zum quirligen Malta. Rein aus dieser Sicht hatte Gozo Malta einiges voraus.

Blume auf Gozo Malta
Auf der Dachterasse
Gozo Malta
Blick über Gozo von der Dachterasse unseres Ferienhauses aus – die Ruhe dort war einzigartig!

Auf eine Sache hatte ich mich vor dem Urlaub sehr gefreut: die wunderbaren Sonnenuntergänge, die es dort bestimmt zu sehen gibt. Malta ist ja eine Insel und da ist die Wahrscheinlichkeit, einen solchen zu erleben ja deutlich höher. Dachte ich zumindest. Leider habe ich an den 10 Abenden die wir dort waren keinen einzigen richtigen Sonnenuntergang gesehen, vielleicht waren wir ja einfach immer zur falschen Zeit am falschen Ort. Als ich die Dachterasse auf Gozo gesehen hab, hab ich wieder etwas Hoffnung geschöpft, von dort noch einen Sonnenauf- oder Untergang sehen zu können. Aber ausgerechnet während den Tagen dort auf Gozo zog es morgens und abends immer zu. So war das Bild unten das einzige annähernde Sonnenuntergangsfoto des Urlaubs. In London haben wir dann aber gleich drei wunderschöne Sonnenuntergänge in Folge gesehen – irgendwas muss ich auf Malta falsch gemacht haben… 😉

Sonnenuntergang auf Gozo Malta
„Sonnenuntergang“ auf Gozo

An diesem Abend sind wir dann noch in Gharb (der Ort in dem unser Ferienhaus stand) etwas essen gegangen. Auch hier war es wieder wunderbar ruhig, fast schon zu still. Der Ort an sich ist nicht so sehenswert, aber das Lokal in dem wir gegessen haben war dafür umso besser!

Tag 7 (04.04.2018): Spaziergang zur Küste und Victoria

Den nächsten Tag ließen wir ähnlich faul angehen wie der Vorherige endete. Irgendwann am Nachmittag rafften wir uns aber immerhin mal zu zweit zu einem kleinem Spaziergang von unserem Haus bis zur Küste und zurück auf. So klein wie Gozo ist ging das erstaunlich schnell, obwohl Gharb auf der Karte jetzt nicht sooo nah am Meer zu sein schien. Die Gegend hatte irgendwie etwas seltsames. Hügelig und felsig, überall Wiesen übersäht mit zahlreichen Blumen, dazwischen alte und baufällig wirkende Häuser. Irgendwie unwirklich, aber troztdem interessant…

Gozo Malta
Dieser Leuchtturm war auch von der Dachterasse unseres Ferienhauses zu sehen.
Spaziergang an der Küste von Gozo Malta
An der Küste angekommen
Unterwegs an der Küste von Gozo Malta
Spaziergang in der Nähe von Gharb auf Gozo Malta
Landschaft auf Gozo – die Kirche im Hintergrund ist übrigens eine recht bekannte Wallfahrtskirche, die wir an einem anderen Tag auch noch besucht hatten…

Nach einanhalb bis zwei Stunden waren wir wieder in unserem Ferienhaus. Am späten Nachmittag ging es dann in die Hauptstadt Gozos – Victoria. Diese Stadt ist insgesamt ganz nett, jedoch bei weitem nicht so schön wie Valletta. Wirklich toll ist jedoch die Zitadelle, die als Festung über der Stadt thront und von der man Tagsüber vermutlich auch tolle Ausblicke hat (als wir oben waren war es dann schon dunkel und man hat nichts mehr gesehen außer ein paar Lichtern in der Dunkelheit…).

Telefonzelle in Victoria auf Gozo Malta
Unterwegs in Victoria
Gasse in Victoria auf Gozo Malta
Immerhin – solange es ein paar Erker gibt kann eine Stadt gar nicht so uninteressant sein (zumindest für Fotografen) 😉
Altstadt von Victoria am Abend Gozo Malta
Victoria von der Zitadelle aus gesehen.

Wir sind dann nach dem Abendessen noch durch die völlig verlassene Zitadelle geschlendert und haben die Ruhe in dieser tagsüber vermutlich recht überlaufenen Touristenattraktion genossen. Insgesamt war es auf Gozo vor allem die Ruhe, die im Vergleich zu Malta sehr angenehm war.

Tag 8 (05.04.2018): Mgarr-ix-Xini, Azur Window Ruin und Xlendi

Der nächste Tag war der Tag der unaussprechlichen Ortsnamen. Den Auftakt machte das wirklich sehr reizvoll gelegene Mgarr-ix-Xini. Wobei „Ort“ hier nicht die richtige Bezeichnung wäre. Im Prinzip handelt es sich um eine Art kleinen Fjord (nur halt eher mediterran und nicht nordisch), an dessen Ende in einer ebenso kleinen Bucht ein Parkplatz, eine Hütte, in der allerlei (Fisch-)Gerichte gekocht und verkauft wurden (trotz des spartanischen Aussehens schmeckt es dort wirklich gut und die Atmosphäre ist zum Sitzen auch toll!) und eine kleine „Uferpromenade“ zu finden waren. Nicht unbedingt das, was ich erwartet hätte, aber trotzdem ein wirklich toller Ort!

Ach ja übrigens: Solltet ihr vorhaben, bis ans Ufer vorzuschlendern, um dort beispielsweise zu Fotografieren, dann beachtet bitte, dass die ganzen „Slippery“-Schilder durchaus einen Sinn haben. Es könnte sonst sein, dass man ausrutscht und hinfällt, woraufhin die komplette Kleidung nass wäre, woraufhin man dann zurück zur Unterkunft fahren müsste, um sich umzuziehen. Und das ist nicht unbedingt so schön, wie ich nun aus eigener Erfahrung bestätigen kann… 😉

Mgarr-ix-Xini auf Gozo Malta
„Uferpromenade“ von Mgarr-ix-Xini – mit Rutschgefahrschildern extra für achtlose Touristen… 😉
Luzzu auf Gozo Malta
Das typische Auge an einem Luzzu

Frisch umgezogen ging es dann weiter zur Azur Window Ruin. Ursprünglich kannte man diesen Ort unter dem Namen Azur Window, aber nachdem dieses Anfang 2017 in einem Sturm eingestürzt ist, stand die Insel aufeinmal ohne ihre Hauptsehenswürdigkeit da. Inzwischen hat man aber einfach noch das Wort Ruine hintendran gehängt und schon funktioniert die neue Attraktion, da man hier ja immerhin die Ruine des berühmten Azur Windows sehen kann. Diese ist zwar jetzt eine ganz normale Klippe wie jede andere auch, aber egal… Trotzdem hat die Stelle noch Einiges zu bieten, da es hier noch viele andere bizarre Felsformationen gibt. So oder so ist es aber schon sehr schade um das sicher beeindruckende Azur Window.

Wir sind zuerst ein bisschen über die felsige Ebene an der Küste gelaufen, von der man früher einen schönen Blick auf das Azur Window hatte. Das war dann schon sehr beeindruckend, da ich selten so hohe Wellen gesehen hatte…

Felsen bei der Azur Window Ruine auf Gozo Malta
Felsinsel neben der Azur Window Ruin

Danach sind wir zu einer weiteren Besonderheit an dieser Stelle gelaufen (schon toll, wenn die ganzen Sehenswürdigkeiten alle an einem Ort liegen oder? 😉 ) – dem Inland Sea. Wie der Name schon sagt handelt es sich hierbei um eine Meeresbucht, die aber halt durch eine Felswand vom offenen Meer abgetrennt ist. Verbunden ist das ganze durch einen Tunnel in der Wand. Rund um die Bucht stehen auch einige Fischerhütten mit Fischerbooten. Auch dies ist insgesamt ein sehr skurriler Ort, es lohnt sich auf jeden Fall, dort mal vorbei zu schauen…

Inland Sea auf Gozo Malta
Inland Sea

Fazit Azur Window Ruin: Auch wenn die namensgebende Komponente leider nicht mehr steht lohnt es sich, dort mal vorbei zu schauen. Es gibt auf jeden Fall mehr zu sehen als nur eine Ruine!

Am Abend sind wir dann noch nach Xlendi gefahren, einem kleinen aber hübschen Fischerdorf, dass etwas südlich vom Azur Window liegt. Genau wie Mgarr-ix-Xini liegt es erstens in einer Art Fjord, der diesmal aber ein bisschen größer ist und hat zweitens einen ebenso unaussprechlichen Namen. Auch wenn der Ort inzwischen recht touristisch ist (sieht man auch am Baustil – ein Hochhaus am anderen), merkt man aufgrund der überall rumstehenden Boote trotzdem noch, dass man sich in einem alten Fischerdorf befindet. Im Ort selber haben wir uns aber gar nicht groß aufgehalten, da wir lieber gleich auf einem hübschen Spazierweg entlang vor ans Meer geschlendert sind, von wo man einen tollen Blick auf die Klippen hatte!

Uferpromenade von Xlendi auf Gozo Malta
Die Uferpromenade von Xlendi am Ende der Bucht
Laterne in Xlendi auf Gozo Malta
Auch ein einfacher Spazierweg entlang der Küste braucht auf jeden Fall Straßenlaternen! 😉
Xlendi auf Gozo Malta
Der Blick auf die Klippen vom Ende der Bucht von Xlendi
Katze in Xlendi auf Gozo Malta
Fotos von Katzen gehen immer. Vor allem, wenn sie an einer so wunderbar fotogenen Stelle direkt auf einen zu laufen…

Nach einem Abendessen in einem der zahlreichen Restaurants an der Promenade ging es dann zurück zu unserem Ferienhaus.

Alles in allem ist auch Xlendi sehr sehenswert – vor allem aufgrund der Klippen und der hübschen Bucht, in der der Ort liegt.

Ach ja, wer jetzt noch wissen will, wie genau man das alles aussprechen soll: das x spricht man wie „sch“… Wenn man diese Grundregel beachtet sind maltesische Ortsnamen eigentlich kein Problem mehr… 😉

Tag 9 (06.04.2018): Mgarr, die Hondoq Bay und Xhagra

Unseren dritten ganzen Tag auf Gozo begannen wir in Mgarr – diese Stadt besitzt den einzigen Hafen der Insel und somit hält hier auch die Fähre aus Malta. Wer nach Gozo kommt, muss also automatisch dort durch. Grundsätzlich lohnt es sich aber auch, freiwillig dorthin zu kommen, allein schon aufgrund er vielen schönen Luzzus im Hafen… 😉

Boote im Hafen von Mgarr auf Gozo Malta
Drei verschiedene Größen Boote: mini, klein und riesig…
Ein Luzzu im Hafen von Mgarr auf Gozo Malta
Etwas heruntergekommen, aber egal – Luzzu bleibt Luzzu! 😉

Nachdem wir ein wenig am Hafen entlang geschlendert sind und noch etwas getrunken haben, ging es weiter in die Hondoq Bay. Auf dem Weg dorthin hatten wir schonmal einen tollen Ausblick auf Comino und die Blue Lagoon.

Blick von Gozo auf die Blue Lagoon auf Comino und auf Malta
Vorne Gozo, in der Mitte Comino und die Blue Lagoon und hinten Malta

Zur Hondoq Bay: Diese ist ein Traum! Der Blick ist großartig (man sieht Comino und dahinter Malta), der Strand ist wunderschön und einen hübschen Kiosk gibt es dort auch. Am allerschönsten war aber auch hier eindeutig die Ruhe! Ich bezweifle aber, dass dies in der Hauptsaison auch so ist (alleine schon aufgrund der Bilder, die man dazu so auf Google findet…).

Ich glaube, wir hätten hier ewig am Strand sitzen und den Blick genießen können, wenn es nicht irgendwann Zeit fürs Abendessen gewesen wäre…

Nur rumsitzen war mir dann aber doch ein bisschen zu langweilig, also bin ich noch ein bisschen auf den Felsen dort entlangspaziert und habe noch ein paar Fotos gemacht..

Blume auf Gozo Malta
Blumen in der Hondoq Bay
Gozo Blick auf Comino und Malta
Blick auf Comino und Malta
Hund in der Hondoq Bay auf Gozo mit Blick auf Comino Malta
Den ganzen Tag in der Sonne liegen und schlafen – Hund müsste man sein…

Am Abend ging es dann zum Essen noch schnell nach Xaghra, einem der etwas größeren Orte auf Gozo, wobei die Bezeichnung groß schon sehr übertrieben ist. Außer der Hauptstraße, auf der wir nach einem Lokal gesucht haben, haben wir dort zwar nicht viel gesehen, aber die Kirche war zumindest ganz hübsch, wenn auch nicht wirklich herausragend, da die Kirchen auf Gozo halt fast alle gleich aussehen…

Xaghra Gozo Malta
Kirche von Xaghra

Auf dem Rückweg nach Gharb zu unserem Ferienhaus hatten wir dann noch einen tollen Blick auf das nächtliche Gozo, wobei man ehrlich gesagt außer der schön beleuchteten Zitadelle von Victoria nicht viel mehr gesehen hat. Diese sah dafür dann aber umso besser aus…

Zitadelle von Victoria in der Nacht auf Gozo Malta
Die Zitadelle von Victoria bei Nacht

Tag 10 (07.04.2018): Entlang der Nordküste von Gozo

Unseren letzten ganzen Tag auf Gozo verbrachten wir damit, dass wir noch ein paar hübsche Ecken entlang der Nordküste der Insel ansteuerten. Auf dem Weg dorthin mussten wir aber noch bei der Wallfahrtskirche Ta‘ Pinu anhalten, die ein Stück hinter Gharb etwas verloren in der Landschaft rumsteht. Es lohnt sich aber definitiv, dort mal vorbeizuschauen, denn sowohl von Innen als auch von Außen ist die Kirche sehr sehenswert.

Übrigens war wohl auch der Papst hier mal zu Besuch, weshalb die Kirche in Fachkreisen nicht unbekannt sein dürfte.

Statue und die Kirche von Gharb auf Gozo Malta
Statuen vor der Wallfahrtskirche Ta’Pinu – im Hintergrund ist die Kirche von Gharb zu sehen
Vorplatz der Wallfahrtskirche Ta' Pinu auf Gozo Malta
Vorplatz der Wallfahrtskirche

Danach steuerten wir als erstes die Salinas im Norden der Insel an. Dieser Küstenabschnitt ist in der Tat sehr sehenswert und darf eigentlich in keinem Gozo-Reisebericht fehlen (zumindest kenne ich bis jetzt noch keinen ohne…).

Bei den Salinas an der Küste Gozos Malta
Unterwegs entlang der Nordküste

Danach ging es zum Weingut Ta Mena Estate. Hier kann man Führungen durch das Weingut mit anschließender Weinverkostung teilnehmen, wer aber ganz lieb fragt kann auch so eine Kleinigkeit zum Essen und Trinken kaufen und darf danach noch ein bisschen auf dem sehr schönen (wenn auch etwas bergigen) Gelände herumlaufen.

Blick auf Victoria vom Weingut Ta Mena Estate auf Gozo Malta
Blick auf Victoria von den Hügeln des Weinguts aus

Auch einige Tiere gibt es hier zu sehen, unter anderem eine Menge freilaufender Hunde, einige Pfauen und ein paar Hühner sowie in recht kleinen Gehegen mit einfachen Ställen verschiedene Enten, Ziegen oder Emus.

Ziege im Weingut Ta Mena Estate auf Gozo Malta
Ziege in Ta Mena Estate
Blumen im Weingut Ta Mena Estate auf Gozo Malta
Blume in Ta Mena Estate

Daraufhin ging es über etwas abenteuerliche Straßen zur Ramla Bay – einer recht bekannten Badebucht ebenfalls an der Nordküste. Wir empfanden es hier allerdings als etwas voll, touristisch und außerdem auch nicht als sooo reizvoll und zogen daher recht bald weiter.

Übrigens ist die Ramla Bay einer der wenigen etwas größeren Sandstrände auf ganz Malta, im Sommer könnte es also auch hier etwas eng werden (es war ja schon bei unserem Besuch dort recht voll, dafür dass es zum Baden deutlich zu kalt war).

Strand in der Ramla Bay auf Gozo Malta
In der Ramla Bay

Als letzter Ort des Tages stand dann noch die Dahlet Qorrot Bucht auf der Liste. Diese liegt nicht weit von der Ramla Bay entfernt, ist aber deutlich unbekannter und somit auch sehr lehr. Es handelt sich aber auch nicht um eine wirkliche Badebucht, das besondere hier sind viel mehr die in den Felsen hineingebauten Bootshütten der Fischer, die mit bunten Toren abgeschlossen werden. Alles in allem noch ein ganz netter Abschluss unseres Aufenthalts auf Gozo…

Am Abend sind wir nochmal in unser „Stammlokal“ in Gharb gegangen, wo wir auch beim zweiten Mal wieder sehr freundlich bedient wurden und es einfach toll geschmeckt hat.

Straße in Gharb auf Gozo Malta
Blick von der Terasse unseres Ferienhauses auf eine Straße in Gharb

Tag 11 (08.04.2018): Überfahrt zurück nach Malta, St. Anton Gardens und Rückflug

An unserem Abreisetag mussten wir dann die einzige Strecke des Urlaubs fahren, die sich wirklich gezogen hat. Der Weg von Gharb nach Mgarr, von dort mit der Fähre nach Malta und dann quer über die ganze Insel bis zum Flughafen ist nicht zu unterschätzen, man sollte hier also auf jeden Fall genug Zeit einplanen. Im Zweifelsfall solltet ihr vielleicht einfach wie wir etwas früher losfahren und dann noch einen kleinen Zwischenstopp einlegen.

Fähre zwischen Gozo und Malta
Überfahrt mit der Fähre nach Malta

Da wir noch circa eine Stunde Zeit gehabt haben sind wir dann noch schnell beim St. Anton Garden vorbei gefahren, eine Art botanischer Garten (kostenlos) irgendwo im Städtegürtel rund um Valletta und Sliema. Hier sind wir dann noch ein bisschen rumspaziert, was noch ganz schön war. Leider hatten wir alle nicht mehr wirklich den Nerv dafür, da wir doch etwas unentspannt waren. Schade eigentlich, aber das lässt sich an Abreisetagen wohl nie ganz vermeiden…

Kleiner Kritikpunkt was den St. Anton Gardens angeht: Es gibt leider kein Café oder ähnliches, was auch dazu führte, dass wir recht schnell wieder weg waren.

Ansonsten ist der Park aber sehr schön angelegt, es gibt neben vielen Blumenbeten auch einige Tiere – allen voran Katzen aber auch Pfaue, Schwäne und andere Vögel.

Katze im St. Anton Gardens auf Malta
Katze im St. Anton Gardens

Danach wars das dann aber Endgültig mit Malta und es ging vom kleinen aber sympathischen Flughafen „Malta International“ wieder zurück nach München.

Fazit zu Malta

Malta ist anders. Das hatte ich ja schon zu Beginn von Teil 1 geschrieben. Aber anders ist in dem Fall auf jeden Fall positiv gemeint, denn diese spezielle Atmosphäre auf Malta – der einzigartige Baustil, die roten Telefonzellen vor dem blauen Meer, die beeindruckenden Klippen, die etwas kahle doch dadurch nicht weniger interessante Landschaft, Valletta, die Luzzus – all dies ist durch und durch sehenswert! Auch wenn Malta vermutlich nicht viele Leute auf dem Schirm haben, lohnt es sich auf jeden Fall, es einfach mal auszuprobieren.

Was man sich unbedingt vorher überlegen sollte ist die Frage ob es nach Malta oder Gozo gehen soll? Nach fünf Tagen auf jeder Insel würde ich spontan sagen: Am besten Beides, wenn ihr genug Zeit habt. Es kann nicht schaden, beide Inseln kennenzulernen und dann selbst zu entscheiden, wo es einem besser gefällt. Ich habe auch schon viele unterschiedliche Meinungen zu der Frage, ob denn jetzt Malta oder Gozo schöner ist, gelesen. Meiner Persönlichen Meinung nach ist die Hauptinsel die deutlich lebhaftere, spannendere und damit attraktivere Insel, da es hier von allem ein bisschen was gibt – Natur sowie interessante Städte und Orte. Sollte ich irgendwann mal wieder nach Malta kommen, würde mir vermutlich ein Tag für Gozo reichen. Trotzdem hat Gozo seinen Charme, hier gibt es viel mehr Natur und alles ist irgendwie ruhiger. Wer also hauptsächlich entspannen möchte und gerne viel Natur um sich herum hat, der sollte vielleicht lieber gleich nach Gozo fahren.

Eine unheimlich wichtige Frage ebenfalls aus Teil 1 bleibt aber immer noch offen: Kann man Malta jetzt als Perle im Mittelmeer bezeichnen? Nö, kann man nicht, denn unter Perle verstehe ich kilometerlange Sandstrände, türkise Buchten und Palmen, und all dies gibt es auf Malta eben nicht oder kaum. Aber ganz ehrlich, dass wäre doch auch langweilig. Deshalb habe ich nach kurzem Überlegen eine andere Bezeichnung für Malta gefunden: ungeschliffener Diamant. Ich weiß, dass ist nicht weniger kitschig, aber es passt einfach so gut. Malta ist nicht perfekt und für viele vielleicht erst auf den zweiten Blick schön, nämlich dann, wenn man realisiert hat, dass es eben keine typische Insel wie oben beschrieben ist, aber wer einmal länger dort war, der wird Malta mit all seinen Ecken und Kanten lieben! Malta, den ungeschliffenen Diamanten im Mittelmeer… 😉

Nachdem die Frage nach der korrekten Kitschbezeichnung nun auch geklärt ist, stellt sich natürlich die Frage, welche der beiden Inseln euch mehr reizen würde beziehungsweise euch besser gefallen hat, wenn ihr schon mal auf Malta wart? Ich bin gespannt auf eure Meinung!

3 Kommentare

Hi Florian, das sind ja ganz tolle Fotos von Gozo. Im Nachhinein betrachtet habe ich tatsächlich insgesamt eindrucksvollere Erinnerungen an Gozo als an die Hauptinsel selbst (abgesehen von Valletta und Marsaxlokk). Die Ruhe und Erhabenheit auf Gozo waren einfach wunderbar. Die Azur Window Ruin, Mgarr-ix-Xini, die Hondoq Bay und auch Ta Mena waren an Gemütlichkeit kaum zu übertreffen. 🙂
Mach‘ weiter so, ich freue mich schon auf Deinen London-Bericht!
T.

Ja, ich tue mich auch schwer, zu sagen, welche Insel mir besser gefallen hat, denn Gozo war schon wirklich wunderschön und so entspannt. Trotzdem bleibe ich dabei, dass ich Malta noch eine Spur faszinierender fand, nicht nur wegen Valletta…
Was London angeht: Da kann wohl einer hellsehen 😉
Florian

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.