Wien in Bildern 2026 – Meine liebsten Fotos von Januar bis Juni

Letzten Herbst bin ich nach Wien gezogen, und seitdem bin ich viel damit beschäftigt, die zahlreichen Facetten der Donaumetropole mit der Kamera festzuhalten. 2025 konnte ich noch alle meine Wien-Fotos in einem Blogbeitrag zusammenfassen, doch dieses Jahr wird dies aufgrund der gestiegenen Bildermenge nicht mehr möglich sein. Stattdessen möchte ich in diesem Artikel meine liebsten Fotos aus dem ersten Halbjahr des Jahres 2026 zeigen.

Es ist so eine Sache mit der Zeit. Manchmal scheint sie wie in Zeitlupe zu vergehen, und dann lässt sie sich plötzlich nicht mehr aufhalten. Gefühlt war es gestern noch Januar, und nun ist über die Hälfte des Jahres schon wieder vorbei. Die gute Nachricht für mich ist, dass ich in dieser Zeit wieder so einige spannende Dinge erleben durfte, und zu manchen fotografisch relevanten Highlights wird es hier auf dem Blog sicher auch noch den einen oder anderen Artikel geben (dieser Beitrag über einen Tagesausflug nach Bratislava im Frühling ist dabei nur ein kleiner Vorgeschmack gewesen). Einige meiner liebsten Fotos der letzten Monate konnte ich aber mal wieder hier in Wien machen – Zeit also für eine Fortsetzung meines „Wien in Bildern“-Artikels von 2025.

Mein Vorsatz dieses Jahr war, noch mehr neue Ecken von Wien zu entdecken und vermehrt auch in weniger touristischen Gegenden zu fotografieren. Zwar bin ich immer noch viel und gerne auf alten Pfaden unterwegs, und diese Fotos haben es am Ende auch proportional häufiger in diese Auswahl geschafft (es gibt eben wie immer gute Gründe, warum bestimmte Gegenden bei Touristen und Fotografen so beliebt sind), aber insgesamt habe ich den Vorsatz trotzdem in die Tat umsetzen können. In diesem Artikel wird es bezüglich der Fotomotive also bereits ein gutes Stück abwechslungsreicher zugehen als beim letzten Mal, und ich bin mir sicher, dass sich dieser Trend auch im zweiten Halbjahr fortsetzen wird.

Ebenfalls sehr abwechslungsreich waren die Fotobedingungen der letzten sechs Monate: Von erstaunlich viel Schnee im Januar, über bunte Blüten in der gesamten Stadt während der Frühlingsmonate, bis hin zur frühsommerlichen Hitze im Mai und Juni, konnte ich die Stadt in den diversesten Facetten einfangen. Viel Spaß also mit dieser Auswahl meiner liebsten Wienfotos aus dem ersten Halbjahr.

Januar 2026

Fotografisch begann das Jahr mit einem unverhofften Schneesturm Anfang Januar. Eigentlich hatte ich in dieser Phase wenig Lust, die Wohnung zu verlassen, doch als ich eines Morgens aufwachte und die Straße plötzlich weiß war, saß ich dann doch sehr schnell in der Tram auf dem Weg Richtung Ring, um vor der Vorlesung noch ein paar Fotos der möglichst unberührten Winterlandschaft machen zu können.

Danach passierte relativ schnell das, was immer mit Schnee passieren muss: Die Leute begannen, einfach so und ohne Rücksicht auf Fotograf*innen durch ihn hindurchzulaufen und Spaß zu haben, und aus der unberührten Schneedecke wurde ein unansehnlicher weißbrauner Gatsch. Neuschnee gab es vorerst leider nicht mehr, doch ein paar weitere Fotos konnte ich im Januar trotzdem noch machen – mal mit Schnee, mal mit Eis, mal mit nahezu frühlingshafter Sonne.

Februar 2026

Den Februar verbrachte ich größtenteils in München sowie im Urlaub, und die paar Tage, die mir in Wien blieben, war ich größtenteils krank. Zum Glück sorgte das kaum noch endende Dauergrau in dieser Phase sowieso dafür, dass Fotografieren ein recht sinnloses Unterfangen war. Einmal drehte ich mit der Kamera dann aber doch eine kurze Runde auf der U2, die farbtechnisch ziemlich gut zum Wetter passte.

März 2026

Als ich Anfang März zurück in Wien war, wirkte die Stadt plötzlich wie verwandelt. Es war nicht mehr kalt (meistens), die Sonne schien regelmäßig, und plötzlich begann es an allen Ecken zu blühen. Der Frühling hatte begonnen und lockte die Wiener nach draußen. Überall auf Wiesen und in Parks saßen Menschen und genossen die wärmenden Sonnenstrahlen. Nach einem langen grauen Winter konnte ich es kaum erwarten, wieder mehr Zeit im Freien zu verbringen und die Stadt nochmal neu zu entdecken.

Entgegen meiner Vorsätze war ich im März hauptsächlich im ersten Bezirk unterwegs, um die blühenden Bäume und Sträucher auf dem Ring zu fotografieren. Außerdem habe ich es in diesem Monat auch endlich geschafft, die Kunstinstallation „Unendlichkeit des Lichts“ an der Votivkirche zu fotografieren.

April 2026

Anfang April war ich erstmal für über 10 Tage auf Exkursion im hohen Norden Deutschlands (dazu demnächst mehr), was leider dazu führte, dass ich eine der schönsten Phasen des Frühlings verpasste. In der zweiten Aprilhälfte versuchte ich daher, möglichst viel des Verpassten nachzuholen, und war sehr viel mit der Kamera unterwegs, um das frische Grün einzufangen.

Ab März war außerdem die Dachterrasse MQ Libelle im Museumsquartier endlich wieder aus der Winterpause zurück, und im April schaffte ich es endlich einmal, kurz vor Sonnenuntergang dort oben vorbeizuschauen. Ein großartiger Ort, vor allem zur Goldenen Stunde.

Am nächsten Morgen ging es auf eine ausführliche Fototour vom frühlingshaften Volksgarten über die Josefstadt bis zu einigen Otto-Wagner-Stationen der U6.

Ansonstens zog es mich im April besonders gerne in Richtung Arsenal, wo man nicht nur viele spannende Fotomotive, sondern vor allem auch viel Ruhe finden kann. Zudem war ich im Prater sowie in den Schlossparks Belvedere und Schönbrunn mit der Kamera unterwegs.

Mai 2026

Ab Mai war ich temperatur- und klausurbedingt wieder weniger zum Fotografieren unterwegs, stattdessen begann endlich die glorreiche Donauinsel-Saison. Ein fotografisches Highlight waren jedoch die wilden Feldhamster, die ich eines abends ausführlich auf dem Zentralfriedhof beobachten konnte.

Einmal zog es mich am Abend nicht zum Baden, sondern zum Fotografieren auf die Donauinsel. Der Kontrast zum mit Altbauten übersäten Rest der Stadt ist hier vor allem mit Blick auf die Hochhäuser in Kaisermühlen sehr faszinierend. Insgesamt bin ich als frischer Bewohner dieser Stadt sehr froh, dass man die Donauinsel als perfektes Naherholungsgebiet erfunden hat, selbst wenn das damals nur ein netter Nebeneffekt war.

An einem Sonntag Ende Mai regnete es dann mal wieder. Da ich spontan Lust hatte, mich kreativ mit Spiegelungen auszutoben, fuhr ich am Nachmittag in den ersten Bezirk, um alternative Fotos der bekannten Orte zu machen. Die meisten dieser Bilder sind leider einen Ticken zu experimentell für diese Best-of-Auswahl geworden (sie können stattdessen auf Instagram bewundert werden), doch mit dieser gespiegelten Silhouette des Stephansdoms bin ich dafür wirklich sehr zufrieden!

Juni 2026

Im Juni habe ich es tatsächlich geschafft, noch weniger Fotos zu machen als im bereits kargen Mai. Grund dafür waren Klausuren und vor allem gegen Ende des Monats die immer stärker werdende Hitze, die mir persönlich jegliche Lust am Rausgehen nahm. Am letzten Juniwochenende wurde in Wien sogar die 40-Grad-Marke geknackt, doch zum Glück konnte ich mich just an diesem Tag ins kühlere München absetzen.

Zwei kurze Fototouren habe ich in diesem Monat trotzdem unternommen – einmal ging es abends zur Hundertwasser-Müllverbrennungsanlage in der Spittelau, ein andermal verbrachte ich einen Nachmittag mit Buch im etwas bizarr anmutenden Augarten, von wo ich auch ein paar Schnappschüsse mitbringen konnte.

Und damit sind wir schon wieder am Ende dieses Artikels angekommen. Danke fürs Lesen, Ende des Jahres geht es dann hoffentlich weiter mit noch mehr neuen Fotos aus Wien. Bis dahin wird es hier aber sicherlich noch den ein oder anderen Blogbeitrag zu verschiedenen spannenden Orten in Europa geben – seid gespannt!

Alle meine Artikel zu Wien findet ihr hier:

Einige meiner Lieblingsfotos gibt es in meiner Galerie zu sehen:

Tipps für die Reisefotografie:

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