Im Sommer 2025 hatte ich das große Glück, gleich zweimal nach Hamburg reisen zu können. Bei einem dieser beiden Trips konnte ich außerdem auch einen Abstecher nach Lübeck machen, wo ich zuvor noch nie gewesen war. Einige Monate sind seitdem bereits vergangen, und während der grauen Wintertage, an denen ich einen Großteil dieser Zeilen schrieb, dachte ich gerne an die sonnigen Momente im Norden zurück. Da ich vor wenigen Tagen erneut in Hamburg vorbeigekommen bin, möchte ich die Gelegenheit nutzen, um diesen beiden Städten also endlich einen kurzen Artikel zu widmen und ein paar Fotos zu zeigen.
Lange ist es her gewesen, dass ich zuletzt in Hamburg war. Vier Jahre, im Sommer 2021, um genau zu sein. Doch bis 2018 zog es uns dafür jährlich in die Hansestadt, und so fühlte es sich auch nach so langer Zeit immer noch wie heimkommen an, als ich im Juli 2025 am Hauptbahnhof aus dem ICE stieg, die distinkte Hamburger Luft roch und wenige Minuten später einen ersten Blick auf einen Zug der Hochbahn werfen konnte.
Ich liebe Hamburg wirklich sehr, und ich würde die Stadt ohne zu zögern als meine liebste deutsche „große Stadt“ bezeichnen (Alles unter 500.000 Einwohnern fällt für mich persönlich raus – nimmt man hingegen die offizielle Definition einer Großstadt sowie diese Liste als Maßstab, müsste ich bei Münster und Lübeck kurz zögern, aber alle anderen mir bekannten deutschen Städte kommen meiner Meinung nach nicht an Hamburg heran. Aber ich schweife ab…). Deswegen habe ich mich sehr darüber gefreut, dass es für mich im letzten Sommer gleich zweimal die Gelegenheit gab, der Stadt an der Elbe einen Besuch abzustatten. Anfang Juli zog es mich nach Abgabe meiner Bachelorarbeit für ein paar Tage nach Hamburg und Lübeck, und Anfang August besuchte ich dann mit einer großen Gruppe aus München den Hamburger CSD.
Wenn ich darüber nachdenke, was genau mir an Hamburg so gut gefällt, kommen mir vor allem drei Dinge in den Sinn: Wasser, Backstein und die U-Bahn. Eine großartige Mischung, die mich schon als Kind fasziniert hat und von der ich immer noch nicht genug habe. Hamburg geht einfach immer, und nach meinen letzten Besuchen in 2025 und 2026 habe ich mir auf jeden Fall vorgenommen, nicht wieder so lange bis zum nächsten Mal zu warten.
Hamburg Juli 2025
Als ich Anfang Juli in Hamburg ankam, war es in erster Linie ziemlich heiß. Nach einem kurzen Mittagessen in der Nähe meines Hotels in St. Pauli und dem obligatorischen ersten Abstecher zu den Landungsbrücken, verspürte ich vor allem den Drang, mich im Schatten aufzuhalten und wenig zu bewegen. Die perfekte Gelegenheit also, um mit der U4 die (relativ) neuen U-Bahnstationen in der Hafencity bis zu den Elbbrücken abzufahren, ein bisschen moderne Architektur zu bewundern und dann eine Weile am Wasser mit Blick auf die Elbphilharmonie zu lesen. Ich bin immer wieder aufs Neue erstaunt, wie sehr mir die Hafencity gefällt und wie gut sie sich in das bestehende Stadtbild einfügt. Für mich auf jeden Fall ein Beispiel für gelungene moderne Architektur, auch wenn ich mir vielleicht etwas weniger breite Durchgangsstraßen und mehr Platz für Menschen gewünscht hätte.

Danach ging es mit der U3 an die Außenalster, um dort die Abendstunden zu verbringen. Inzwischen wurde es langsam etwas kühler, die Schatten wurden länger und das Licht wurde wärmer. Von Winterhude mit seinen Kanälen, grünen Straßen und hübschen Backsteinvillen war ich bereits bei meinem letzten Besuch sehr begeistert gewesen, weswegen es mich auch dieses Mal wieder dorthin zog. Ich hatte allerdings nicht damit gerechnet, wie bevölkert die Außenalster und die umliegenden Kanäle an einem warmen Sommerabend wie diesem sein würden. Überall auf dem Wasser waren Menschen mit ihren Schlauchbooten und Standup-Paddleboards unterwegs, und auch am Ufer herschte reges Treiben. Wirklich faszinierend, dieses Schauspiel zu beobachten, und etwas, das ich bisher in keiner anderen Stadt in dieser Form gesehen habe.





Danach ging es mit der U-Bahn nach Dammtor und von dort weiter in Richtung Binnenalster. Vorher musste ich aber noch einen kurzen Abstecher in die Gleishalle machen, um dort die letzten Sonnenstrahlen einzufangen.






Am nächsten Morgen ging es früh in Richtung Landungsbrücken. Der Vorteil eines Hotels in der Nähe der Reeperbahn ist definitiv, dass man von dort bequem zu Fuß an die Elbe laufen kann. Der Nachteil wiederum ist, dass man sich regelmäßig in St. Pauli aufhalten muss. All die Jahre, in denen wir nach Hamburg kamen, kannte ich das nicht anders, doch als wir diesen August zum ersten Mal eine Unterkunft in einem anderen Stadtteil (Eimsbüttel) hatten, merkte ich erst, wie viel angenehmer ich es finde, St. Pauli so gut es geht zu vermeiden. Die etwas längere Anfahrt mit der U-Bahn nehme ich in Zukunft gerne in Kauf…


Von den Landungsbrücken schlenderte ich dann in Richtung Speicherstadt und Hafencity. Auch wenn es auf den Bildern nicht so aussieht, war es noch ziemlich früh am Morgen, so dass es noch herrlich ruhig war.



Gegen Mittag ging es dann mit der Fähre die Elbe hinab. In Övelgönne angekommen, war es allerdings schon wieder so heiß, dass ich nicht viel mehr tun wollte als im Schatten zu sitzen und zu lesen. Ich war dabei allerdings sehr angetan vom Rosengarten, in dem es sich gut aushalten ließ und von dem aus man schöne Ausblicke auf die Elbe und den Hafen hatte.

Am Abend hatte ich dann ein Ticket für das Miniatur Wunderland gebucht, in dem ich zuletzt 2016 war, und das mich dieses Jahr definitiv aufs Neue begeistern konnte. Ein großartiges Erlebnis, hier den Abend zu verbringen und bis spät in die Nacht in der Anlage zu bleiben. Wer bisher noch nie dort war, sollte das definitiv nachholen!
Zuvor spazierte ich noch ein wenig durch das Kontorhausviertel und die Hafencity, allerdings war die Sonne mittlerweile verschwunden, was das Fotografieren etwas erschwerte.


Am nächsten Morgen ließ ich es etwas ruhiger angehen, nachdem ich am Abend zuvor fast bis Mitternacht im Wunderland unterwegs gewesen war. Nach dem Frühstück stieg ich bei den Landungsbrücken auf eine der Hafenfähren und fuhr bis nach Finkenwerder und wieder zurück.


Lübeck Juli 2025
Nach dem Mittagessen ging es dann weiter nach Lübeck, wo ich für eine Nacht ein Hotel gemietet hatte. Ich war zuvor noch nie dort, und da die Stadt von Hamburg aus sehr einfach mit der Bahn zu erreichen ist, wurde es endlich Zeit, dies zu ändern. Und was soll ich sagen, die kleine aber feine Hansestadt hat mich definitiv begeistert. Viele tolle Bauwerke, viel Backstein, viel Wasser und viel Grün – eine perfekte Kombination, und gerade im Vergleich zu Hamburg richtig idyllisch. Lübeck hat in mir auf jeden Fall die Lust geweckt, (Nord-)Deutschland in Zukunft noch weiter zu erkunden
Den Nachmittag und Abend verbrachte ich hauptsächlich damit, am Wasser entlangzuspazieren und die verschiedenen Blickwinkel zu genießen. Das Licht war perfekt für Fotos, und in einer Stadt wie Lübeck kann man als Fotograf ehrlich gesagt auch nicht allzu viel falsch machen.










Am nächsten Morgen ging es dann nochmal auf einen entspannten Spaziergang durch die Lübecker Altstadt. Eigentlich wäre ich danach gerne noch für einen kurzen Abstecher nach Travemünde ans Meer gefahren, doch da der Zug dorthin kurzfristig ausgefallen ist, habe ich mich lieber noch ein wenig in Lübeck ans Wasser gesetzt und gelesen. Zum Abschluss der Reise ging es außerdem noch auf den Kirchturm von St. Petri, von wo aus man eine wirklich schöne Aussicht über Lübeck und Umgebung hat.











Hamburg August 2025
Ziemlich genau einen Monat später war ich plötzlich schon wieder in Hamburg – diesmal allerdings zusammen mit einer größeren Gruppe aus München, um den CSD anzusehen. Viele Fotos habe ich dabei nicht gemacht, eher die Momente in dieser schönen Stadt genossen, doch ein paar Schnappschüsse sind trotzdem entstanden. An dieser Stelle möchte ich außerdem noch erwähnen, wie gut mir Eimsbüttel gefallen hat, wo dieses Mal unsere Unterkunft lag. Ein wunderschön grüner Stadtteil mit vielen hübschen Cafés und Läden, in dem ich mich extrem wohlgefühlt habe. Von dort braucht man zwar ein wenig länger ins Zentrum als von St. Pauli aus, doch dafür hatte ich auf der Straße nicht durchgehend das Verlangen, meine Hände desinfizieren zu müssen. In Zukunft würde ich auf jeden Fall wieder versuchen, eine Unterkunft in einem Stadtteil wie Eimsbüttel oder zumindest abseits von St. Pauli zu buchen…







Fazit
Hamburg und Lübeck sind großartig, mehr wollte ich mit diesem Artikel eigentlich gar nicht mitteilen. Ich hoffe, ich konnte diese simple Botschaft mit meinen Fotos einigermaßen gut vermitteln, und vielleicht sogar die ein oder andere Person dazu inspirieren, selbst mal (wieder) dort vorbeizuschauen. Danke fürs Lesen!
Das waren meine Eindrücke aus Hamburg und Lübeck aus dem Sommer 2025. Eventuell gibt es demnächst noch einen kleinen Hamburg-Nachschlag aus dem Frühjahr 2026, dann allerdings in Verbindung mit mehr Meer. Mehr als Meer sei vorerst aber nicht mehr verraten. In der Zwischenzeit könnt ihr hier noch weitere Reiseberichte lesen:
Eine Auswahl meiner besten Reisefotos findet ihr außerdem in meiner Galerie:
Tipps für die Reisefotografie:


