Gämse im Tierpark Hellabrunn

Tierpark Hellabrunn Februar 2019 Zusammenfassung

Man hat es nicht leicht, wenn man fotografiert. Auch ich „leide“ immer mehr unter dem Luxusproblem, dass es bearbeitungs- und sortierungstechnisch einfach viel zu viel zu tun gibt. So liegen noch tausende Bilder aus vielen verschiedenen Ausflügen bei mir auf der Festplatte und warten darauf, durchgegangen und bearbeitet zu werden. Und egal wie viel Zeit ich investiere, es wird einfach nicht weniger, da spätestens am Wochenende immer noch mehr dazu kommt. Dass ich alle Nicht-Zoofotos jetzt auch noch im RAW-Format aufnehme und sie dadurch zwingend bearbeiten muss, macht es nicht besser. Aber was tut man nicht alles für perfekte Fotos… 😉

Dementsprechend war auch hier auf dem Blog nicht wirklich viel los in letzter Zeit. Es ist nicht so, als dass ich keine Lust zum schreiben oder keine Ideen mehr habe – im Gegenteil, es gäbe noch eine Menge Artikel, die ich demnächst umsetzen wollen würde. Aber entweder sind die Fotos dafür noch gar nicht fertig bearbeitet oder ich investiere meine Zeit doch lieber in die Fotobearbeitung anstatt über andere und ältere Themen zu bloggen.

Ersteres war auch der Grund, warum die Zusammenfassung über meine Hellabrunn-Besuche im Monat Februar erst jetzt kommt – die Bilder waren einfach noch nicht fertig, obwohl es „nur“ JPEGs waren.

Dies liegt unter anderem daran, dass ich am letztem Februarwochenende gleich dreimal hintereinander in Hellabrunn war. Und nein, das war gar nicht so langweilig wie es klingen mag… 😉 Insgesamt war ich diesen Monat also fünf mal im Tierpark, wodurch auch dieser Beitrag wieder einmal stark fotolastig wird. Um den Rahmen aber nicht komplett zu sprengen will ich mich aber mit Worten kurzfassen (ich weiß, dass ich das jedes mal verspreche und es bisher nie geklappt hat, aber ich bemühe mich 😉 ).

Tierpark Hellabrunn 03.02.2019

Der erste Besuch des Monats fand schon am dritten Februar statt, und das obwohl es eigentlich den ganzen Tag durchgängig schneite. Echt eklig, vor allem, da man nach spätestens fünf Minuten komplett eingeschneit war. Und so hatte ich während dem Besuch die Kamera auch ständig im Rucksack und habe sie wirklich nur dann rausgeholt, wenn es gerade etwas zu fotografieren gab.

Trotzdem war es bis jetzt einer der schönsten Besuche des (zugegeben noch jungen) Jahres, erstens weil der Tierpark fast komplett leer war und zweitens, weil es trotz der eigentlich schlechten Bedingungen eine Menge interessanter Motive gab.

Begonnen habe ich den Besuch diesmal im Urwaldhaus, nachdem ich vorher ausnahmsweise bis zum Flamingoeingang gelaufen war. Das hatte den Vorteil, dass ich das sonst sehr volle Haus endlich mal ganz für mich alleine hatte.

Stumpfkrokodil im Tierpark Hellabrunn
Stumpfkrokodil
Grüne Anakondas im Tierpark Hellabrunn
Grüne Anakondas

Weiter ging es zu den Flamingos. Schon vor dem Besuch hatte ich ein Bild im Kopf, dass ich unbedingt machen wollte. Und tatsächlich hat es ungefähr so geklappt, wie ich es haben wollte – Flamingos vor dem fast schwarzen Hintergrund im Schneesturm. Und ein bisschen Glück was die Pose angeht darf man ja auch mal haben!

Rosa Flamingos im Tierpark Hellabrunn
Rosa Flamingos im Schneegestöber
Vikunja im Tierpark Hellabrunn
Vikunja auf der verschneiten Südamerikawiese
Sibirischer Tiger Jegor im Tierpark Hellabrunn
Sibirischer Tiger Jegor – leider wurden die Tiger kurz nach diesem Foto ins Innengehege geholt – aus Sicherheitsgründen…

Mein Highlight waren an diesem Tag definitiv die Roten Pandas, die es sichtlich genossen haben, im Schnee zu spielen. Und so verbrachte ich recht viel Zeit bei der kleinen Familie (leider sind die meisten Schneefotos noch nicht so super geworden – was die richtige Belichtung mit einer Spiegelreflexkamera angeht muss ich noch etwas üben, das war mit einem elektronischen Sucher deutlich einfacher). Es war recht interessant zu beobachten, wie Miu und ihre Tochter Shamina zu zweit durch das Gehege tollten, während Justin den beiden neugierig zusah und teilweise selbst mitmachte. Allerdings ging er dabei nicht gerade zimperlich mit seiner Tochter um, während Miu wiederum recht ruppig mit ihrem Gefährten umging. Eine Woche später war Justin übrigens vorübergehend von den beiden Mädels getrennt, damit er sich mal etwas von ihnen erholen kann…

Roter Panda Justin im Tierpark Hellabrunn
Roter Panda Justin
Roter Panda Shamina im Tierpark Hellabrunn
Tochter Shamina durfte am eigenen Leib erfahren, dass dieser Ast eindeutig zu dünn für Rote Pandas ist…
Rote Pandas Justin und Shamina im Tierpark Hellabrunn
Justin hat die Notlage seiner Tochter mitbekommen – und schubst sie natürlich erstmal von ihrem Ast runter… 😉
Roter Panda Shamina im Tierpark Hellabrunn
Shamina
Rosa Pelikan im Tierpark Hellabrunn
Rosa Pelikan

Nach zweieinhalb Stunden war dann auch wieder gut und es ging zurück nach Hause…

Tierpark Hellabrunn 09.02.2019

Eine Woche später ging es dann wieder in den Tierpark – diesmal aber bei Sonnenschein. Auch diesmal war ich etwas zu früh dran, so dass ich wieder zum Flamingoeingang gelaufen bin und den Besuch im Urwaldhaus und in der Giftschlangenhalle begonnen habe.

Gorilla Nafi im Tierpark Hellabrunn
Gorillamädchen Nafi beim Frühstück
Taylors-Mokassinotter im Tierpark Hellabrunn
Taylors-Mokassinotter – meine neue Lieblingsschlange in Hellabrunn 😉
Langnasenstrachnatter im Tierpark Hellabrunn
Langnasenstrauchnatter
Sibirische Tigerin Ahimsa im Tierpark Hellabrunn
Sibirische Tigerin Ahimsa
Sibirischer Tiger Jegor im Tierpark Hellabrunn
Jegor
Fischkatzennachwuchs im Tierpark Hellabrunn
Der kleine Fischkatzenkater ist inzwischen schon ganz schön gewachsen…
Humboltpinguin im Tierpark Hellabrunn
Humboltpinguin
Roter Flamingo im Tierpark Hellabrunn
Roter Flamingo

Tierpark Hellabrunn 22.02.2019

Nach einer gefühlten Ewigkeit (ungefähr zwei Wochen 😉 ) ging es dann an gleich drei Tagen hintereinander nach Hellabrunn. Den Auftakt zu dieser Zoo-Serie machte ein Zwei-Stunden-Zoobesuch am Freitagnachmittag – aber nur, weil ich sowieso in der Gegend war. Eigentlich wollte ich ja nur meinen neuen Graufilter an der Isar testen und hatte daher auch nur das 18-135mm Objektiv dabei. Ich habe davor immer wieder mal überlegt, ob ich dieses nicht auch mal als Zooobjektiv zweckentfremden könnte, beispielsweise während dem Urlaub oder auf längeren Ausflügen. Nach zwei Stunden Test muss ich leider sagen: daraus wird nichts! 135 Millimeter sind definitif zu kurz, wenn man ernsthaft Tiere fotografieren will. Natürlich ist es praktisch, da man damit auch Übersichtsbilder von den Gehegen machen kann, aber das ist ja die Hauptaufgabe bzw. geht auch mit dem Handy nebenbei. Trotzdem habe ich auch das ein oder andere Tierfoto mitbringen können, aber sobald die Tiere mehr als drei oder vier Meter entfernt waren, war es eigentlich unmöglich, sie formatfüllend aufs Bild zu bekommen (natürlich kommt es auch darauf an, um welches Tier es sich handelt, ich spreche hier jetzt mal von der Größenkategorie Steinbock bis Tiger).

Sibirischer Tiger Jegor im Tierpark Hellabrunn
Jegor war nur dann gut auf das Bild zu bekommen, wenn er ganz vorne am Wassergraben stand – alles andere war zu weit weg…
Afrikanischer Löwe Benny im Tierpark Hellabrunn
Löwe Benny tat mir zum Glück den Gefallen, sich mir ein bisschen zu nähern…
Emu im Tierpark Hellabrunn
Ein Emu – etwa einen Meter von mir entfernt waren auch Kopfportraits möglich

Mein Hauptziel waren diesmal eigentlich die Schlangen, denn mit dem Teleobjektiv ist es aufgrund der hohen Naheinstellgrenze oft kaum möglich, die Reptilien scharf und gleichzeitig formatfüllend abzubilden. Mit dem 18-135 ist dies dafür sehr gut möglich, nur leider wollten an diesem Tag die tierischen Hauptmotive selbst nicht mitspielen und verhielten sich äußerst unfotogen. Aber naja, in der Theorie klappt es zumindest…

Erdmännchen im Tierpark Hellabrunn
Erdmännchen

Tierpark Hellabrunn 23.02.2019

Einen Tag später war ich dann wieder mit dem 70-300 bewaffnet bei schönstem Sonnenschein unterwegs. Allerdings bin ich bei Zoobesuchen eigentlich kein so großer Sonnenfan, denn vor allem im Winter sind die Hell-Dunkel-Kontraste dann oft so stark, dass es nahezu unmöglich ist die Bilder korrekt zu belichten. Ganz viele Bilder mussten leider in die Tonne, da entweder die schattigen Stellen „abgesoffen“ sind (also komplett schwarz wurden) oder die hellen Stellen ausgebrannt sind. In diesem Fall wäre das RAW-Format dann doch auch für Tierfotos ganz praktisch gewesen, aber auch damit wären die meisten Bilder wohl kaum zu retten gewesen…

Java-Banteng im Tierpark Hellabrunn
Java-Banteng
Sibirische Tiger Jegor und Ahimsa im Tierpark Hellabrunn
Die Sibirische Tigerin Ahimsa, die bereits sehnsüchtig darauf gewartet hatte, dass „ihr“ Jegor endlich von der Plattform runter kommt… 😉
Asiatische Elefantenkuh Panang im Tierpark Hellabrunn
Asiatische Elefantenkuh Panang
Tieflandnyalas mit Nachwuchs im Tierpark Hellabrunn
Eines der beiden im Januar geborenen Nyalakälber

Seit langem war ich auch mal wieder in der Fledermausgrotte – manchmal vergesse ich schon selber, dass es dieses Tierhaus überhaupt gibt. Eigentlich schade, denn mit Agutis, Baumratten, Klippschliefern, Webervögeln, Pfirsichköpfchen, Kurzohrrüsselspringern, Sandratten, Brillenblattnasen und einigen tropischen Spinnen hat das Haus einen recht interessanten Besatz.

Azara Aguti im Tierpark Hellabrunn
Azara Aguti
Rosa Flamingo im Tierpark Hellabrunn
Rosa Flamingo
Brandgans im Tierpark Hellabrunn
Brandgans in der Großvoliere
Humboltpinguin im Tierpark Hellabrunn
Humboltpinguin
Gämse im Tierpark Hellabrunn
Gämse im Abendlicht

Tierpark Hellabrunn 24.02.2019

Obwohl ich ja an diesem Wochenende schon mehr als ausführlich Tierfotografie betrieben habe zog es mich am Sonntag gleich wieder in den Tierpark – offenbar hatte ich immer noch nicht genug. Tatsächlich hat es sich auch am dritten Tag noch gelohnt, denn auch diesmal gab es wieder ein paar neue Highlights.

Der unumstrittene Höhepunkt des Tages waren definitiv Jegor und Ahimsa, die beiden Sibirischen Tiger. Zuerst war hier nur Jegor zu sehen, der gemütlich auf seiner Plattform lag und die Morgensonne genoss.

Sibirischer Tiger Jegor im Tierpark Hellabrunn
Sibirischer Tiger Jegor

Es folgte der Auftritt von Ahimsa – nachdem sie auf die Plattform gesprungen war und Jegor nach unten drängte, folgte sie ihm auf Schritt und Tritt durch das Gehege und nervte ihn wohl so lange, bis selbst dem sonst so gutmütigen Jegor der Kragen platzte…

Sibirische Tiger Jegor und Ahimsa im Tierpark Hellabrunn
„Uiii, der ist aber sauer“ 😉 – Jegor links, Ahimsa rechts

Nachdem Ahimsa auch nach den üblichen Drohgebärden keine Ruhe gab, ging es dann richtig zur Sache – das war dann nicht mehr wirklich spielerisch (fand ich zumindest, aber ich bin natürlich kein Experte, auch wenn ich inzwischen schon die ein oder andere Auseinandersetzung zwischen Tigern beobachten konnte). Leider sind die ganzen Kampfbilder nicht gut geworden (entweder unscharf, die falsche Brennweite, verwackelt oder einfach nicht schön – wie immer halt). Das eine Bild unten ist jedenfalls nur die Vorstufe…

Sibirische Tiger Jegor und Ahimsa im Tierpark Hellabrunn
„Der haut mich? Dann hau ich zurück!!!“ 😉

Irgendwann war dann wieder alles gut, der eigentlich viel größere Jegor unterwarf sich und Ahimsa war zufrieden. Trotzdem kann man anhand solcher Kämpfe gut erahnen, was passieren könnte, wenn die Tiere wirklich Ernst machen würden…

Sibirischer Tiger Jegor im Tierpark Hellabrunn
Jegor

Auch die Manul-Saison hat offenbar wieder begonnen, denn zum ersten mal seit langem zeigte sich mal wieder eine der beiden Schwestern. Seltsamerweise verziehen sich die Katzen ja jedes Jahr aufs Neue die Wintermonate über und sind dann nicht mehr zu sehen, obwohl sie ja eigentlich sehr gut an raues Klima angepasst sind. Das verstehe wirklich, wer will. Naja, hauptsache sie sind jetzt endlich wieder da… 😉

Manul im Tierpark Hellabrunn
Eine der beiden Manul-Schwestern

Bei Jegor und Ahimsa lief eine halbe Stunde später alles schon wieder harmonisch und normal ab – wie immer halt mit den Beiden… 😉

Sibirische Tiger Jegor und Ahimsa im Tierpark Hellabrunn
Jegor und Ahimsa
Java-Banteng im Tierpark Hellabrunn
Java-Banteng

(Alle Bilder Copyright Tierpark Hellabrunn / Florian Ille)

So, das wars auch schon wieder für diesen Monat, jetzt kommen dann erstmal wieder die Artikel ohne Tierfotos… 😉

Auf der Liste stehen (immer noch) ein bereits letztens angekündigter Beitrag zu einer eher unbekannteren und kleineren Stadt in Italien (um welche es sich handelt wird aber nach wie vor nicht verraten, soll ja eine Überraschung sein), ein noch ausführlicherer London-Artikel (wobei ich mir nicht mehr sicher bin, ob es den wirklich braucht nachdem der Erste schon so lang geworden ist…) oder der Cote d’Azur-Bericht. Und dann gibt es vielleicht noch so ein paar kleinere Artikel – alle mit Fotos von sehenswerten Orten (und Städten 😉 ) in Bayern. Aber lassen wir uns doch mal überraschen, wie schnell ich das alles schaffe… 😉

2 Kommentare

Herrliche Fotos, immer wieder schön! Auch wenn man selbst vielleicht mehr auf Technik, Reisefotografie und morbide Ästhetik steht… 😉

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